Donnerstag, 21. Dezember 2006

Neues zu Hause in der "Molchengrotte"

Weltreise heisst auflösen. Auflösen heisst umziehen. Umziehen heisst Kisten und alles zusammen heisst Chaos. Trotz aller Schwierigkeiten bin ich nun in meinem neuen Zu Hause in der „Molchengrotte“ angekommen. Der Ort trägt den Namen, weil manchmal am morgen früh ein Frosch oder ein Molch in der Dusche auf mich wartet. Bis jetzt bin ich zum Glück noch nie auf eines dieser Tiere draufgetreten, aber ich bin ja auch noch nicht lange hier.

Zum ersten Mal probiere ich auch die Möglichkeit aus, via GPS die Koordinaten zu ermitteln und ein Link zu Google Maps bzw. Google Earth zu machen. Damit sollte es möglich sein meinen Standort bzw. meine Route zu verfolgen.

Hier mein erster Versuch in manueller Form:
 47 31 34.8N, 7 35 31.8 E

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Arbeitszimmerchaos


Arbeitszimmerchaos
Originally uploaded by hobbes_ch.
Seit Wochen lebe ich in einer Welt der Kiste und des ständig währenden Chaos. Obwohl ich nicht zur Gattung der Absolutnixwegwerfer ghöre, hat sich in 38 Jahren doch eine Unmenge an Gerümpel angesammelt. Da ich beschlossen habe meine ganze Habe einmal auf den Kopf zu stellen und auszusortieren, war ich die letzten sechs Wochen mit Ausmisten beschäftig.

Ich möchte Euch allerdings auch nicht verheimlichen, dass das Ausmisten auch sehr aufregend und befreiend wirkt. Habt Ihr schonmal 15 gestopfte Müllsäcke auf einmal entsorgt? Und alles Sachen, die vorher in irgendwelchen Schränken rumgegammelt sind und unbarmerzig auf den Zügeltermin gewartet haben. Gewichtstriefend darauf aus, Euch die Arme langzuziehen um dann in der neuen Wohnung genaus unnütz in Schränken abzuhängen?

Ich wurde ihnen allen Herr! Ich habe sie erledigt, vernichtet und zerstört. Eingestampft, weggeworfen und recycelt. Die rosa Stoffsau der Exfreundin genauso, wie das dreifach überflüssige Blüemligeschirr, welches ich genau nullmal im Einsatz hatte! Alles weg!

Sonntag, 26. November 2006

Reise nach innen


Steine
Originally uploaded by hobbes_ch.
Mit voranschreitenden Vorbereitungen zeigt sich immer mehr, dass eine Weltreise zuerst einmal mit einer Reise nach innen beginnt. Dies ist zwar spannend und aufregend, kostet jedoch auch einiges an Kraft! Ich komme mir manchmal vor wie ein Höhlenforscher mit einer winzigen Taschenlampe. Das schöne ist jedoch, dass ich durch die Weltreise offensichtlich in Gebiete vorstossen kann, die mir zuvor nie offen standen oder von denen ich noch nicht einmal gewusst habe!

Nun denn, der Forschertrieb ist geweckt, die Batterien sind voll – nichts wie los auf die Reise nach innen.

Mittwoch, 22. November 2006

Dopplereffekt

Schrankräumen. Wohl mehr als die Hälfte meiner Habe hat sich bei mir im Verlauf der Zeit irgendwo in einem Schrank eingenistet. Ergebnis dieser Besitztumswanderung sind Schränke, die nun in ihrer Konsistenz einer neuen Packung Mascarpone gleichen. Man nimmt den Deckel ab und es ändert sich fast nichts. Der Inhalt nahm vorher jeden Kubikmillimeter Raum ein, sodass er nun als kompakte Wand in Erscheinung tritt. Erst wenn man mit einem Gegenstand anfängt darin rumzustochern, erkennt man die wahre Struktur des Inhalts.

Einen zweiten spannenden Effekt habe ich im Bereich der Putzmittel festgestellt. Ich nenne es den Dopplereffekt. Putzmittel scheinen sich mit der Zeit automatisch zu verdoppeln, wenn sie für längere Zeit in einem überladenen Schrank stehen! Ich zählte mindestens fünf Flaschen Meister Propper und vier Sprühflaschen Glasreiniger. Ganz zu schweigen von Küchenrollen, die sich grad mehrfach zu verdoppeln scheinen, sobald die Schranktür zu ist. Ich vermute es hängt mit der Raumknappheit in einem überladenen Schrank und der dadurch entstehenden Überlappung der Paralleluniversen zusammen.

Montag, 20. November 2006

Krankenkassentheater

Es ist unglaublich wie viele Optionen man hat krank zu werden, wenn man so gesund ist wie ich! Besonders wenn es um die Wahl der richtigen Krankenkasse geht. Top Sana World Natura Modul Bonus Ultraweiss mit der Goldkante und Drehverschluss. Wenn ich die vielen Möglichkeiten für eine Gefährdung, Tötung oder Verstümmelung lese werde ich jetzt schon krank. Eigentlich will ich nur gesund bleiben und wenn ich mal den Scheisser habe zu einem einigermassen zivilisierten Arzt gehen können. Falls dieser dann auch noch in einem Radius von drei Toilettenhalten stationiert ist, bin ich vollends zufrieden.

Aber nein, man will mir Hüftprothesen, Rückführung, Krankenbesuche der (Ex-) Schwiegermutter, Bergung, Rechtsschutz mit oder ohne Selbstbehalt und Akupunktur verkaufen. Als ich dann endlich herausgefunden habe an was ich NICHT erkranken möchte, kommt die nächste Hürde auf mich zu. Mit schwingender Machete kämpfe ich mich durch den Tarifdschungel und entschliesse mich für eine Versicherung die nicht so billig ist, dass sie mir unkoscher vorkommt und gleichzeitig nicht so teuer, dass es mir mein Reisebudget um die Ohren schlägt. Für 142 Franken kriege ich das umfassende Wohlfühlpaket und kann nun mit gutem Gewissen auf der ganzen Welt erkranken.